Archiv Vorjahre

Wechsel in der Kreistagsfraktion

In der CDU Kreistagsfraktion steht zum 31.12.2007 ein Wechsel an. Ruth Floßdorf wird aus beruflichen Gründen ihr Amt als Kreistagsabgeordnete niederlegen. Koppelkandidat ist Heinrich Hempsch aus Düren. Fraktionsvorsitzender Karl Schavier dankte Ruth Floßdorf, die im Kreistag und in den Ausschüssen mit Ideen und Engagement mitgearbeitet hatte. „Doch Leben heißt Veränderung - und vor allem in jungen Jahren muss man die beruflichen Chancen ergreifen, die sich einem bieten", sagte der CDU-Chef. Es falle der Fraktion nicht leicht, engagierte junge Nachwuchspolitiker gehen zu lassen; jedoch gehen Beruf und Familie vor, weshalb man vollstes Verständnis für die Entscheidung habe. Nachfolger Heinrich Hempsch, der ab dem 1.1.2008 der Kreistagsfraktion angehören wird, heißt CDU-Vorsitzender Schavier schon jetzt in den Reihen der Fraktion herzlich willkommen.

Bürgermeisterwahl in Aldenhoven

12.08.2007


Glückwunsch nach Aldenhoven. Die Gemeinde hat einen klaren Sieger: Lothar Tertel, Kandidat von CDU und UsA. Und klare Verlierer: Dietmar Nietan, Vorsitzender des SPD Unterbezirks und seine Stellvertreterin Liesel Koschorreck MdL. Wer miterlebt hat, wie sich die beiden führenden Genossen in Aldenhoven in den letzten Wochen öffentlich in Szene gesetzt hatten, spürte, dass da für die SPD mehr auf dem Spiel stand als die Frage, wer in Aldenhoven Bürgermeister werden würde. Es ging nicht allein um den Genossen Raoul Pöhler, vielmehr ging es darum, die Erosion der SPD mit einer Erfolgsmeldung zu stoppen und eine Art Aufbruchstimmung über die Kreisgren-zen hinaus auszulösen.

 

Die herbe Niederlage hat eine ganz neue, peinlich-pikante Bedeutung auch und gerade für Dietmar Nietan als Vorsitzender der SPD Mittelrhein und Liesel Koschorreck MdL als Mitglied des SPD-Landesvorstandes. Sie konnten die wegbereitenden Vorleistungen für die Genossen in Berlin und Düsseldorf von Aldenhoven aus nicht erbringen. Die SPD verharrt in miserab-len Umfragewerten, weshalb für die Genossen diese Bürgermeisterwahl ein kleiner Probelauf für die kommenden Kommunal- und Bundestagswahl 2009 war. Und genau deshalb hatte Nietan, assistiert von seiner Stellvertreterin, die Bürgermeisterwahl in Aldenhoven zur Chefsache erklärt.

Abzuwarten bleibt, wie die SPD-Basis die gallebittere Niederlage hinnimmt. Nietan und Koschorreck müssen sich etwas einfallen lassen; die Zeit verspricht spannend zu werden. Lothar Tertel und die CDU haben jedenfalls sehr gute Arbeit vor Ort geleistet. Sie sind auf die Menschen zugegangen und haben einen offensiven und selbstbewussten Wahlkampf gemeinsam geführt.

 

Nach dem Spitzenergebnis für Lothar Tertel muss die Stimmung unter den Dürenern Genossen noch schlechter sein als die Umfragen. Die SPD leidet darunter, dass sie im Kreis Düren unter der Verantwortung von Nietan kaum vorzeigbare politische Ergebnisse präsentieren kann. Man darf gespannt sein, ob und wann sich die SPD letztlich in ihre Rolle als Oppositionspartei im Kreis Düren einfinden wird. Man darf gespannt sein, ob sie nach Aldenhoven die Kraft haben wird, aus ihrer Verantwortung heraus im Kreis Düren konstruktiv mit zu arbeiten. Man darf gespannt sein, ob SPD-Chef Nietan das Wahljahr 2009 auch zur Chefsache macht und den Ton angeben wird.

 

CDU trauert um Wolfgang Vogt

Wolfgang Vogt +
Wolfgang Vogt +

Die CDU trauert um Wolfgang Vogt, der in der Nacht auf Dienstag kurz nach Vollendung seines 77. Lebensjahres seiner schweren Krankheit erlegen ist.

 

Wolfgang Vogt gehörte zu jener Aufbaugeneration von Politikern, die mit ihrem politischen Engagement unser Land und seine Demokratie nachhaltig geprägt haben. In herausragenden Positionen wirkte er über mehrere Jahrzehnte: Er war Bundestagsabgeordneter (1969-1998), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1982-1991), Landesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (1975-1995), Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Düren (1972-1990) und Mitglied des CDU-Landes- und Kreisvorstandes. Er gehörte dem Rat der Stadt Düren (1972-1989) an und war Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister (1972-1983) dieser Stadt. Die Gewerkschaft Bau-Steine-Erden zählte ihn zu seinen Mitgliedern. Er war Mitbegrün-der des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten, Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und Mitglied der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung.

 

Am 1. Dezember 1929 in Schirgiswalde in Sachsen geboren, trat er 1946 nach dem 2. Weltkrieg der CDU bei. Bereits mit 16 Jahren engagierte er sich im Schülerrat und bei der CDU im Kreis Bautzen. Seine Tätigkeit machte ihn zum Widersacher der SED. Nach dem Abitur in Bautzen floh er 1949 nach West-Berlin und studierte anschließend in Köln Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Als Diplom-Volkswirt wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Seminar der Universität Köln und 1959 Chefredakteur der Zeitung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). 1969 wurde Düren seine neue Heimat.

 

In seinem politischen Grundverständnis war Wolfgang Vogt stark von der katholischen Soziallehre beeinflusst. Seine ganze Aufmerksamkeit galt den sozialen Herausforderungen, besonders den parlamentarischen Sozialgesetzgebungen, die den Erhalt und die Fortentwicklung des Sozialstaates zum Ziel hatte. Auf europäischer Ebene vertrat er die Bundesrepublik Deutschland im Rat der Arbeits- und Sozialminister. Die Europäische Sozialcharta wurde maßgeblich von ihm konzipiert. An der Entscheidung, die Prinzipien des Sozialstaates auf das Beitrittsgebiet des wiedervereinigten Deutschlands aus-zuweiten, hatte er großen Anteil.

 

Seine politische Überzeugung spiegelte sich auch in der Erklärung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) "Für eine offene und solidarische Gesellschaft" mit dem - wie er ihn nannte - "schönsten" Programmsatz wider: "Der Mensch ist wichtiger als die Sache". Noch Anfang diesen Jahres hatte Vogt zusammen mit Karl-Albert Eßer unter dieser Leitidee ein Memorandum ver-fasst: Zwölf Gebote als christlich-soziale Orientierung und Herausforderung.

Wolfgang Vogt genoss über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg großes Ansehen. Die CDU Düren machte ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Die Stadt Düren gab ihm 2004 den Ehrenring. Kirche, Staat und Partei verliehen ihm hohe Auszeichnungen. In Anwesenheit von Norbert Blüm, vielen Weggefähr-ten und Gästen feierte Wolfgang Vogt im Mai d.J. in Düren seine 60-jährige CDU-Mitgliedschaft. Zweifellos gehörte Vogt zu jenen Männern und Frauen der ersten Stunde, die in einer Zeit tiefster Not entschlossen den Blick nach vorne richteten und zur Gründung einer neuen, demokratischen Partei aufriefen.

 

Die CDU und die Stadt Düren verlieren mit Wolfgang Vogt einen aufrichtigen und beharrlichen Sozial-politiker, der sich weit über die Grenzen unserer Stadt verdient gemacht hat.


Bernd Ramakers

 


Die feierlichen Exequien finden am Dienstag, dem 19.12.2006 um 11.00 Uhr in der St. Anna-Kirche in Düren statt.

 

Landtagswahl - Abschlussveranstaltung mit Dr. E. Stoiber

Landtagswahl 2005

Abschlussveranstaltung am 11.05.2005 mit Dr. Edmund Stoiber

mehr lesen

Höhner-Roncalli-Show

19.03.2004: Höhner-Roncalli Show SingSalaBim - für die CDU