Patenschaft für iranischen Glaubensgefangenen Saheb Fadaei

Der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU Thomas Rachel (CDU) übernimmt zum fünften Mal eine politische Patenschaft im Zuge des Patenschaftprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Dieses Mal setzt er sich für den in Teheran inhaftierten Iraner und christlichen Diakon Saheb Fadaei ein. Der 39-Jährige sitzt seit Juni 2017 in Haft.

Der zum Christentum konvertierte Saheb Fadaei ist Diakon im Hauskirchennetzwerk der „Church of Iran“ in Rasht, der Hauptstadt der Provinz Gilan. Im Mai 2016 wurde Fadaei zu 80 Peitschenhieben wegen des illegalen Konsums von Alkohol – er trank Kommunionswein – verurteilt. Nach seiner Freilassung gegen eine Kaution von umgerechnet ca. 29.000 Euro erfolgte eine weitere Festnahme im Mai 2016 bei einer Razzia in seiner christlichen Gemeinde. Schließlich verurteilte ihn die 26. Kammer des Revolutionsgerichtes in Teheran im Juni 2017 wegen der „Handlung gegen die nationale Sicherheit“, „Propagierung von Hauskirchen“ und der „Förderung des zionistischen Christentums“ zu zehn Jahren Gefängnis. Im Mai 2020 reduzierte dasselbe Gericht seine Strafe auf sechs Jahre.

„Das totalitäre Regime im Iran missachtet tagtäglich die universalen Menschenrechte. Dies zeigt auch die aktuelle Gewalt des iranischen Regimes gegen friedliche Demonstranten – insbesondere gegen Frauen, die für ihre Rechte auf die Straße gehen. Zu den Menschenrechten gehört auch die Religionsfreiheit, damit verbunden auch das Recht zur freien Wahl der Religionszugehörigkeit und auch zum Religionswechsel. Wir fordern den Iran auf, im Lande endlich alle religiösen Freiheitsrechte zu gewähren und die systematischen staatlich ausgeübten Verfolgungen von Christen und anderen religiösen Minderheiten sofort zu beenden“, so der religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Thomas Rachel.

Nachdem die vorherigen Paten von Thomas Rachel nämlich (Mohammad Mosayebzadeh, Leila Hosseinzadeh, Behnam Irani und Mahdieh Golroo) unter anderem wegen seines Engagements freikamen, freut sich die IGFM über die fortlaufende Zusammenarbeit mit dem Bundestagsabgeordneten Rachel. Der Vorstandssprecher der IGFM Martin Lessenthin, betont: „Die erfolgreichen Patenschaften, welche Thomas Rachel übernommen hat, unterstreichen das politische Gewicht des aktiven Einspruchs deutscher Politik gegen die Religionsverfolgung im Iran“.

Die Islamische Republik missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden. Christen sind nur eine von vielen Minderheiten, die die Islamische Republik diskriminiert.

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