Gefährdung kleiner Wasserkraftanlagen abgewendet

Sie liefert sieben Tage die Woche rund um die Uhr Energie und das vollkommen ohne Emissionen: die Wasserkraft. Immerhin gibt es elf dieser Wasserkraftanlagen im Kreis Düren, sie produzieren 26,4 Megawatt Strom. Für mächtig Empörung sorgte der Plan der jetzigen Ampel-Bundesregierung, für neue und modernisierte Wasserkraftanlagen mit einer Leistung bis 500 kW die EEG-Einspeisevergütung zu streichen. Das hätte das Ende der kleineren Anlagen bedeutet. „Dieser Plan war absurd, da die Wasserkraft als regenerative Energie die einzige Naturenergieform ist, welche konstant und wetterunabhängig Strom für die Grundlast erzeugt“, betont der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Kreis Düren Thomas Rachel CDU).

„Die Benachteiligung der kleinen Wasserkraftwerke konnte die CDU/CSU-Fraktion durch massiven Druck jetzt verhindern“, berichtet der Dürener Christdemokrat bei einem Besuch der Wasserkraftanlage von Mariano Graf von Spee in Untermaubach. „Diese Ungeheuerlichkeit wurde glücklicherweise abgewendet, das wäre das Aus für alle kleinen Wasserkraftwerke gewesen“, freut sich von Spee über die frohe Kunde.

Rund 7.300 Wasserkraftanlagen gibt es zurzeit in Deutschland. Diese verfügen zusammen über eine installierte Leistung von etwa 5.600 Megawatt (MW). Über 90 Prozent dieser Anlagen gelten als Kleinwasserkraftanlagen. „Die Wasserkraft liefert 24/7, saubere Energie und sorgt für Netzstabilität. Anlagen wie die in Obermaubach sind besonders nachhaltig. Das Gebäude mit den Teichen und Kanälen ist über 100 Jahre alt, die Maschine arbeitet hier schon seit 60 Jahren zuverlässig“, berichtet Mariano Graf von Spee.

Auf Druck der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag habe die Koalition aus SPD, Grünen und FDP nun ihr Vorhaben zurückgezogen, kleine Wasserkraftwerke von der Förderung auszunehmen. Damit ist, so Thomas Rachel, auch die Zukunft von traditionsreichen Anlagen wie in Untermaubach, Zerkall oder anderen Standorten im Kreis Düren vorerst gesichert.

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