Weltkriegsbomben besser entschärfen

Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges werden in Deutschland immer noch jedes Jahr rund 5.000 Bombenblindgänger gefunden und müssen entschärft werden. Unlängst auch in Düren oder in Aldenhoven, wo 3.000 Anwohner ihre Wohnungen zur Evakuierung verlassen mussten. 

Bombenfunde in Städten stellen Verwaltung, Polizei, Feuerwehr und den Kampfmittelräumdienst vor große Herausforderungen. Um diese bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren Thomas Rachel der Dürener Firma P-H-Röhll einen Förderbescheid des Bundeministeriums für Bildung und Forschung für das Projekt SoNDEx in Höhe von 301.068 Euro übergeben.

 

Um die Suche nach Blindgängern zu erleichtern und Kosten zu senken, entwickelt das in Hoven ansässige Unternehmen derzeit in Kooperation mit der Firma AiNT aus Stolberg und der Fachhochschule Aachen Campus Jülich ein neues Verfahren, mit dem explosive Stoffe berührungsfrei auch tief im Boden geortet werden können.

 

Das Unternehmen hat sich in seinem Verbundvorhaben „Sondierung mit Neutronen zur Detektion von Explosivstoffen“, kurz SoNDEx, das Ziel gesetzt, in den kommenden zwei Jahren eine neue Technologie zu entwickeln, die es Kampfmittelräumern in Zukunft ermöglichen soll, verborgene Bombenblindgänger in Bezug auf ihren Sprengstoffgehalt eindeutig zu identifizieren.

 

Ziel sei eine verbesserte Aufspürung, Bergung und Entsorgung von Weltkriegsbomben, erklärte Geschäftsführer Jürgen Plum vom Dürener Unternehmen P-H-Röhll. „Gleichzeitig wollen wir weniger Risiken für die Einsatzkräfte, weniger Evakuierungen und eine geringere Belastung für die Anwohner erreichen“, betonte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0