CDU-Kreistagsfraktion Düren informierte sich über die Konversion der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang

„Damals gab es große Skepsis, heute profitiert die gesamte Region von diesem Projekt.“ Mit diesen Worten fasste der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Ralf Nolten die positive Entwicklung Vogelsangs in den vergangenen Jahren zusammen. Nolten war zusammen mit der CDU-Kreistagsfraktion Düren nach Vogelsang gereist, um sich über die ehemalige NS-Ordensburg und deren Konversion zu informieren.

Im vergangenen Herbst war Vogelsang nach einer mehrjährigen Umbauphase neu eröffnet worden, nun informierte Geschäftsführer Albert Moritz von Vogelsang IP die Gäste aus dem Kreis Düren über die Bauarbeiten und gab Einblicke in die weiteren Planungen.

 

Neben dem Aufbrechen der nationalsozialistischen Architektur mit Elementen wie Panoramafenstern beeindruckte die Fraktionsmitglieder vor allem die beiden neuen Ausstellungen, die sich beide mit dem Ort Vogelsang beschäftigen. Zum einen die Ausstellung „Wildnis(t)räume“, die die Lage Vogelsangs im Nationalpark Eifel thematisiert und die heimische Natur für Kinder und Erwachsene auf unterschiedliche Wege erfahrbar macht.

 

Mit der Funktion der Ordensburg Vogelsang während des Nationalsozialismus auseinander setzt sich die Ausstellung „Bestimmung: Herrenmensch - NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“. Die Dauerausstellung rekonstruiert die Wege der ehemaligen „Ordensjunker“, die nach ihrer Ausbildung in Vogelsang in der Besatzungsverwaltung im Osten eingesetzt wurden. Viele von ihnen waren dort an nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt. Dies schildern eindrücklich Exponate und Zeitzeugenberichte. „Die Ausstellung soll auch die Fragen aufwerfen: Wie hätte ich gehandelt?“, brachte Albert Moritz eine der Intentionen der Ausstellung auf den Punkt.

 

Für 2017 rechnet der Geschäftsführer mit rund 300.000 Besuchern, zunehmend würden auch internationale Gäste nach Vogelsang kommen. „Der Kreis Düren, der als Gesellschafter an der Vogelsang IP gGmbH beteiligt ist, hat durch die Investitionen der vergangenen Jahre gewonnen“, so Dr. Ralf Nolten, der betonte, wie wichtig es sei, sich der eigenen Geschichte zu stellen.

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