Wirtz gegen weitere Bürokratie in der Schweinehaltung

Im nordrhein-westfälischen Landtag lief diese Woche die letzte Plenarsitzung dieser Legislaturperiode. Die Parteien hatten sich zuvor darauf geeinigt, in dieser letzten Plenarwoche nur noch wirklich Relevantes zu beraten. Anscheinend zählte für SPD und Bündnis 90/ Die Grünen die Forderung für eine detailliertere Herkunftskennzeichnung bei der Schweinezucht dazu. Man wolle sich damit für das Wohlbefinden der Tiere einsetzen. 

„Mein Gott, was haben Sie für Probleme?!“ diese Frage stellt sich der CDU-Abgeordnete Josef Wirtz bei diesem Tagesordnungspunkt. „Deutschland hat die besten Haltungsformen die man sich vorstellen kann. Europaweit sind wir führend was Tierwohl und Qualitätsstandards angeht. Und der Verbraucher erhält ja auch bereits die Information, wo die Schweine gemästet wurden. Sind tatsächlich noch weitere staatliche Reglementierungen erforderlich? Ständig redet man von Bürokratieabbau – hier wollen SPD und Grüne wieder mehr Bürokratie schaffen. Die Züchter verbringen ja bald mehr Zeit mit dem Papierkram als im Stall. Zwischen 2013 und 2016 ist die Schweinezucht in NRW um 18% gesunken – das liegt vielleicht auch an solchen, immer größeren Hürden.“ argumentiert Wirtz. „Bei den Steinen, die die rot-grüne Landesregierung den Landwirten und Erzeugern in unserem Land in den Weg legt, brauchen wir bald nicht mehr über regionale Produkte zu reden. Dann kommen diese Erzeugnisse nämlich bald aus anderen Teilen der Erde, wo die Qualitätsstandards und die Haltungsformen an unsere bei weitem nicht heranreichen. Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein. Auf der Agrarministerkonferenz hat sich Minister Remmel mit allen Länderkollegen und dem Bund auf eine einvernehmliche Lösung verständigt. Oder gibt es jetzt doch wieder einen nordrhein-westfälischen Sonderweg?“ so Josef Wirtz abschließend in seiner letzten Rede als Landtagsabgeordneter. 

 

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