Landtag beschäftigt sich mit Vorgängen um das Bezirksliga-Fußballspiel in Jülich

Auf Initiative des Jülicher Landtagsabgeordneten Josef Wirtz hat die CDU-Landtagsfraktion für die Sitzung des Innenausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags am 24.11.2016 einen Tagesordnungspunkt zum Thema „ Bezirksliga-Fußballspiel in Jülich wegen Clan-Fehde gestürmt?“ beantragt.

Die Landesregierung wird aufgefordert in einem ausführlichen Bericht zu dem Vorfall und seinen Hintergründen sowie zum Sachstand der daraufhin eingeleiteten Ermittlungen Auskunft zu geben. Die CDU-Landtagsfraktion fordert schon seit langem eine Mindeststrafe bei Angriffen dieser Art, insbesondere bei Attacken auf Polizisten. „ Die Vorgänge in Jülich müssen lückenlos aufgeklärt werden. Solche Angriffe auf Spieler, Zuschauer und Ordnungshüter sind nicht hinnehmbar! Es darf keine rechtsfreien Räume in unserem Land geben.“, so Wirtz.

 

Am 6.11.2016 kam es bei einem Fußballspiel der Bezirksliga in Jülich zu einem Platzsturm und brutalen Übergriffen auf Spieler und Zuschauer. Rund 30 Männer bewaffnet mit Baseballschlägern, Messern, Pistolen und Eisenstangen haben während des Spiels das Feld gestürmt und dabei laut Angaben eines Vorstandsmitglieds auch „auf Mütter und Kinder eingeschlagen“. Im Zuge dieser Tätlichkeiten sind neun Menschen verletzt worden, von denen drei stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten.

 

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Düren befanden sich unter den Verletzten vor allem Personen libanesischer Herkunft. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wurde seitens des Polizeipräsidiums Düren nicht bestätigt.

 

Die beteiligten Sportvereine vermuten eine Fehde zwischen libanesischen und kurdischen Familienclans als Ursache für den Gewaltexzess.

 

„Es kann nicht sein, dass ermittelte Täter, die mit einer solchen Brutalität vorgehen, sich weiter auf freiem Fuß befinden“, so Josef Wirtz abschließend.

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