Schulpsychologischer Dienst - Schule für Kranke

Berichte des Schulpsychologischen Dienstes und der Schule für Kranke standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Schulausschusses des Kreises Düren. Schulaufsichtsbeamter Michael Schevardo berichtete in der Sitzung über die Entwicklung der Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs.  

 

Mit der Verabschiedung des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes in 2014 hat das Land NRW das "Erste Gesetz zur Umsetzung der Inklusion in Schulen" auf den Weg gebracht. Dabei bleibt den Eltern die Wahl, ob sie für ihre Kinder einen Platz in der Regelschule oder an einer Förderschule wünschen. Außerdem wurde der Rechtsanspruch auf inklusive Beschulung - aufsteigend ab Kl.1 und Kl. 5 -  eingeführt.

Ist die Förderschule von den Eltern gewünscht, bedarf es weiterhin einer förmlichen Feststellung. Auch beim Wechsel in eine Regelschule bedarf es für die Schuleingangsphase bei Förderung im Bereich Schwerpunkt "Lernen" eines Feststellungsbescheids, da das Kind den Bildungsgang wechselt, was gravierende Auswirkungen auf einen möglichen Schulabschluss hat.

 

Der Umstellungsprozess zeigt im Moment, dass die Zahlen der Feststellungsbescheide im Bereich des Schulamtes für den Kreis Düren abnimmt, gleichzeitig aber die Zahlen in den Schulformen der Sekundarstufe I steigen. Die Zahl der "jährlichen Überprüfungen" im Bereich des Schulamtes für den Kreis Düren ist deutlich gestiegen, da jährlich zu überprüfen ist, ob der Förderbedarf noch besteht und ob der Förderschwerpunkt oder der Förderort sich geändert hat. Überall dort, wo es Veränderungen gibt, wird das Schulamt tätig. Vor Ort ist zudem ein erhöhter Zeitaufwand für den Beratungsbedarf von Eltern zu verzeichnen, da auf deren Seite eine gewisse Unsicherheit aufgrund der gesetzlichen Änderungen herrscht.

 

"Wir konnten uns heute davon überzeugen, dass der Kreis Düren beim Schulpsychologischen Dienst, bei der Schule für Kranke wie auch bei der Umsetzung des Inklusionsgesetzes gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg ist" stellte Astrid Natus-Can, Sprecherin der CDU-Fraktion im Schulausschuss, zum Ende der Vorträge fest.(rm)

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