Neues Naturschutzgesetz (NSG) für Burgauer Wald

Die Bezirksregierung hat den Entwurf einer neuen Verordnung zum NSG "Burgauer Wald" vorgelegt und plant dabei vor allem eine Erweiterung des Naturschutzgebietes im Süden der Stadt Düren. Der Entwurf war auf Antrag der CDU-Kreistagsfraktion Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses Umwelt- und Landschaftspflege beim Kreis Düren. 

Erfolgte die Schutzausweisung bisher vor allem wegen des Erhalts eines ökologisch wertvollen, zusammenhängenden Feuchtbiotopkomplexes aus Nass- und Feuchtwaldbeständen, stehenden und fließenden naturnahen Gewässern und ihrem Begleitgrün, so ist nun ein Biotopverbund mit den angrenzenden Waldgebieten bei einer Flächenerweiterung von bisher 46 ha auf zukünftig 89 ha vorgesehen. Betroffen sind die Ruraue und das Waldgebiet welches sich über den Burgauer Wald und das ehemalige Munitionsdepot der belgischen Armee westlich des neuen Baugebietes „Marieneiche“ in Stockheim bis zu den Waldgebieten im NSG- und FFH-Gebiet Drover Heide erstreckt. Während es sich bei der Drover Heide um ein Schutzgebiet handelt, bei dem die Naturerholung und das

-erlebnis aufgrund des eingeschränkten Wegenetzes stark in den Hintergrund getreten ist, handelt es sich bei den zur Einbeziehung beabsichtigten Hangwälder um einen Bereich der intensiven Freizeit- und Erholungsnutzung. "Das soll in dem für die Stadt Düren und ihrem Umland so bedeutsamen Naherholungsgebiet entgegen den Absichten der Bezirksregierung auch zukünftig so bleiben," so Dr. Ralf Nolten, stv. Fraktionsvorsitzender und Umweltpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion. Dr. Nolten weiter: "Es kann nicht sein, dass Naherholung und Naturerlebnis in diesem Bereich nur noch eingeschränkt auf Waldwegen möglich ist."  Für den Teilbereich der Hangwälder hat sich der Ausschuss einstimmig gegen die vorgesehenen Nutzungsrestriktiven in einer neuen Verordnung zum NSG "Burgauer Wald"  ausgesprochen und der Bezirksregierung entsprechende Änderungsvorschläge unterbreitet.

 

Erneut war auch das ehemalige militärische Tanklager bei Düren-Konzendorf Thema im Ausschuss. Durch umfangreiche Untersuchungen ist bekannt, dass der Boden, die Bodenluft und das Grundwasser auf diesem Gebiet durch mineralölstämmige Schadstoffe, insbesondere leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX) belastet ist. Die Verwaltung wurde gebeten, sich bezüglich der gutachterlich empfohlenen weiteren Vorgehensweise zur Nutzbarmachung des Geländes getreu dem Motto "Eigentum verpflichtet" erneut an die zuständigen Stellen des Bundes zu wenden.(rm)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0