Nachdenkliche Töne zu Beginn des neuen Jahres

Rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und sozialen Verbänden waren der Einladung des Dürener Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel (CDU) zum traditionellen Neujahrsempfang der CDU im Kreis Düren gefolgt. In diesem Jahr stand der Neujahrsempfang ganz im Zeichen des „C“ im Namen der CDU. Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischofskonferenz, war Festredner des Abends.

In seiner nachdrücklichen Rede erinnerte Prälat Jüsten die Zuhörer an die Grundwerte der christlichen Sozialethik und warb deutlich für das Gebot der Nächstliebe. „Den Nächsten Lieben bedeutet, nicht nur sich seiner Familie und seinen Freunden zuzuwenden, sondern eben auch für Fremde da zu sein“, erinnerte der katholische Würdenträger an das Gleichnis des barmherzigen Samariters. Jüsten warb für die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. „Solidarität ist keine Einbahnstraße“, stellte er klar und forderte von den Flüchtlingen, sich in Deutschland zu integrieren.

Zuvor hatte Christdemokrat Thomas Rachel MdB die Politik der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise verteidigt. „Deutschland verbindet gegenwärtig kaum noch jemand mit Krieg und Gewalt, sondern nun mit Humanität und mitmenschliche Solidarität“, so der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesregierung. Er forderte die „Balance zwischen Herz und Verstand“ zu finden. Die Bundesregierung arbeite daran, durch internationale, europäische und nationale Maßnahmen den Zuzug spürbar zu reduzieren.

 

Dürens Bürgermeister Paul Larue dankte den Kirchen für ihr gesellschaftliches Engagement in der Region Düren und dem ganzen Land. „Was wären unsere Städte und Gemeinden ohne die christlichen Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser?“, rief er in den Saal. Er warb unter großem Beifall der anwesenden Gäste für eine bürgernahe Kirche. „Bitte lassen sie die Kirche im Dorf,“ richtete er sich an Prälat Jüsten. 

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