Wendt fordert mehr Respekt vor Polizisten 

-„Ohne Autorität ist ein demokratischer Rechtsstaat nicht zu machen“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Er war einer Einladung des CDU Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel MdB gefolgt und diskutierte mit Landrat Wolfgang Spelthahn und Dürens Bürgermeister Paul Larue vor mehr als 100 Interessierten über das Thema "Sicherheit und Ordnung - ein Grundbedürfnis aller Menschen". Dabei reichten die Themen von der Vorratsdatenspeicherung, über die Terrorabwehr bis zur Verkehrsunfallvermeidung.

v.l. Landrat Wolfgang Spelthahn, Rainer Wendt, Thomas Rachel MdB, Bürgermeister Paul Larue
v.l. Landrat Wolfgang Spelthahn, Rainer Wendt, Thomas Rachel MdB, Bürgermeister Paul Larue

„Die Polizei leistet einen unverzichtbaren und wertvollen Einsatz für das Funktionieren unserer staatlicher Gemeinschaft“, dankte Staatssekretär Thomas Rachel in seiner Begrüßung den Polizisten für ihren täglichen Dienst. Er berichtete, dass bei der Bundespolizei zusätzliche Stellen geschaffen würden und die Ausstattung insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung des Terrorismus verbessert werden soll.

 

„Die Einbruchskriminalität nimmt zu. Dagegen müssen wir etwas tun“, forderte der Christdemokrat Rachel. Dazu hat die Bundesregierung als ersten Schritt ein Programm zur Förderung von sicheren Fenstern und Türen in Höhe von 30 Mio. Euro aufgelegt. In diesem Zusammenhang sprach sich Rainer Wendt nicht nur für mehr Personal aus, sondern forderte das vorhandene Personal effizienter einzusetzen.

Effektivitätsgewinne könne man auch durch den Einsatz moderner Techniken erzielen. „Wir müssen die vorhandenen Daten besser und zielgerichteter auswerten und daraus einsatztaktische Schlüsse ziehen“, so Wendt.

 

Große Sorge bereiten Landrat Wolfgang Spelthahn die hohe Anzahl von Verkehrstoten. Hier müsse die Geschwindigkeitsüberwachung ausgebaut werden. Rückendeckung bekam er dabei vom Gewerkschaftsvorsitzenden. „Überhöhte Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nummer 1“, so Wendt und fordert mehr stationäre Blitzen. „Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.“

Dürens Bürgermeister Paul Larue stellte die sogenannten Ordnungspatenschaften in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Mit dem Projekt SOS (Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit) habe die Stadt gute Erfahrungen gemacht. Wendt pflichtete bei, dass die enge Zusammenarbeit von Ordnungsamt und Polizei eine wichtige präventive Maßnahme sei, die zu mehr Sicherheit führe. Larue verstehe, dass die Menschen sich im Umfeld des Bahnhofs nicht sicher fühlten. Im Rahmen des Masterplans Innenstadt, solle auch das Bahnhofsumfeld aufgewertet werden, welches auch Auswirkungen auf das Sicherheitsempfinden habe, so der Christdemokrat. 

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