Verleihung der „Abraham Geiger Plakette“ an den EAK-Bundesvorsitzenden Thomas Rachel MdB

Gestern wurde die „Abraham Geiger Plakette“ des Abraham Geiger Kollegs im Rahmen eines Festaktes im Großen Saal des Centrum Judaicum in Berlin an den Bundesvorsitzenden des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel MdB, für seine besonderen Verdienste um die jüdische Theologie verliehen.

In ihrer Laudatio würdigte die Schirmherrin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Thomas Rachel als einen „Mann der ruhigen Hand“, einen „Meister der Wissenschaftsdiplomatie“ und als einen „unglaublich authentischen und engagierten Menschen und Politiker“, dessen Wirken oft gar nicht im Rampenlicht stehe. Ihm, so Knobloch, verdanke die Jüdische Gemeinschaft zum Beispiel auch, dass der Deutsche Ethikrat in seiner letzten Berufungsrunde durch die erstmalige Berufung eines jüdischen Vertreters eine konsequente Erweiterung und Pluralisierung erfahren habe. Knobloch führte weiterhin aus: „Unbeirrbar glaube ich an das Gelingen jüdischen Lebens in Deutschland und Europa. Ich bleibe der Hoffnung treu, dass wir Juden hier eine Heimat haben. Diese Zuversicht habe ich mir bewahrt, weil es Menschen wie Thomas Rachel in der Politik unseres Landes gibt.“

 

In seiner Dankesrede gab der EAK-Bundesvorsitzende seiner tiefen Freude Ausdruck, dass gerade nach dem völligen Abbruch der Traditionen jüdisch-deutscher Gelehrsamkeit durch die Schoah nun wieder neues, lebendiges jüdisches Leben in Deutschland entstanden sei. Des Weiteren betonte er, wie wichtig das nachbarschaftliche Miteinander und der Dialog der Religionen im 21. Jahrhundert seien: Toleranz und Dialog, das zeigten insbesondere die letzten Wochen und Monate, seien geradezu zur Überlebensfrage der Menschheit geworden. „Antisemitismus, Judenhass, Fremdenhass, Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten dürfen in Deutschland nie wieder einen Platz haben“, so Thomas Rachel.

 

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