Handlungsbedarf bei Förderschulen – CDU legt Konzept vor

Der gravierende Geburtenrückgang hat die Schullandschaft im Kreis Düren bereits verändert. Nach den Regelschulen ergibt sich nun auch bei den Förderschulen Handlungsbedarf. Neben der allgemein schrumpfenden Schülerzahl wirkt sich hier auch das Gebot der Inklusion aus. Demnach darf in NRW ab dem Schuljahr 2014/15 kein Kind wegen körperlicher oder geistiger Handicaps von einer Regelschule ausgeschlossen werden. Das wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen an den Förderschulen zusätzlich schrumpfen lassen, so dass diese in Gefahr laufen, die ab dem 1. August 2015 in NRW geltenden Mindestschülerzahlen nicht mehr zu erreichen. 

"Im Kreis Düren sollen alle Eltern von Kindern mit Behinderung in Zukunft wählen können, ob ihr Kind an einer Regelschule inklusiv unterrichtet werden oder ob es eine Förderschule besuchen soll. Dem muss bei der anstehenden Reform des Förderschulsystems im Kreis Düren Rechnung getragen werden." Dies ist die Kernbotschaft der CDU im Kreis Düren.

 

In einer Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion warteten Landrat Wolfgang Spelthahn, CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Schavier und Astrid Natus-Can, Schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, jetzt mit einer konkreten Perspektive auf. Angelehnt an das Konzept, das die Kreisverwaltung erarbeitet hat, sollen die Angebote der derzeit sechs Förderschulen an drei Standorten konzentriert werden.

 

Im nördlichen Kreisgebiet soll das Förderschulangebot im Gebäude der Schirmerschule in Jülich angesiedelt werden. In der Mitte und im südlichen Kreisgebiet rücken die Bürgewaldschule in Birkesdorf sowie das Schulzentrum Athenée Royal in Düren in den Blick. Um die Mindestgröße zu gewährleisten, ist hier eine Dependance-Lösung angedacht, bei der eine Schule zwei Standorte hat. Auf diese Weise würden aus den heute sechs unter dem Strich zwei Förderschulen, an denen alle bisher an der Rur vorgehaltenen Schulangebote vertreten wären, und zwar immer noch wohnortnah in akzeptabler Entfernung. "Diese Lösung würde allen gerecht, sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch ihren Eltern. Sie können dann frei wählen, ob ihr Kind an einer Regelschule inklusiv unterrichtet wird oder in einer Förderschule", sind sich die drei CDU-Politiker einig.

 

"Die Schulträgerschaft sollte der Kreis Düren übernehmen, da mit ihr Kosten und Organisationsarbeit verbunden sind", schlägt Landrat Wolfgang Spelthahn vor, das bewährte Prinzip des solidarisches Miteinanders der 15 Städte und Gemeinden im Kreis Düren auch auf diese überörtlich bedeutsame Aufgabe auszudehnen.(rm)

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