Equal Pay Day

Deutschland steht im EU-Vergleich schlecht da

Anlässlich des morgigen (21.03.) Equal Pay Days fordert die Aachener CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen neue Impulse im Kampf um eine zunehmende  Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern: „Dass Frauen immer noch im Schnitt deutlich schlechter bezahlt werden als Männer, muss endlich aufhören. Deutschland liegt mit einem Unterschied von 22 Prozent sogar deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16 Prozent. Das ist inakzeptabel. Chancengleichheit darf nicht nur auf dem Papier existieren, sondern sie muss umgesetzt werden. Das bedeutet auch, dass sich eine Aufwertung typischer Frauenberufsbilder am Ende in der monatlichen Gehaltsabrechnung niederschlägt.“

Die Gründe für die unterschiedliche Bezahlung sind vielfältig. In bestimmten Branchen fehlen Frauen fast gänzlich auf den Chefetagen, sie unterbrechen häufiger und länger familienbedingt die Erwerbstätigkeit und können bei Wiedereinstieg in den Beruf die Karrierepause oftmals nicht mehr ausgleichen. Auch heute ist es noch die Regel, dass trotz vergleichbarer Berufsausbildung traditionelle Frauenberufe, wie beispielsweise Erzieherin, Sekretärin oder Krankenschwester, schlechter bezahlt werden. Als Folge dieser Benachteiligung klafft zwischen den Geschlechtern auch eine Alterssicherungslücke, die in Deutschland derzeit bei 59 Prozent liegt.

 

Darüber hinaus ist die Lohnungleichheit längst nicht nur auf Berufswahl, Karriereunterbrechungen und Ausbildung zurückzuführen. Denn selbst bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit verdienen Frauen durchschnittlich immer noch rund 8 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, wie das Statistische Bundesamt im März 2014 mitteilte. „Es ist wichtig, die durchschnittlichen Wochen- und Lebensarbeitszeit von Frauen und Männern anzugleichen, zum Beispiel durch die Inanspruchnahme der Elternzeit von Vätern“, so Verheyen.

 

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Er soll auf die gravierenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen und zum gezielten Handeln anregen. Als diesjähriger Aktionstag markiert der 21. März den Zeitpunkt, bis zu welchem Frauen nach Ablauf eines Jahres länger arbeiten müssen, um dasselbe Gehalt zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Dadurch wird der geschlechtsspezifische Entgeltunterschied (Gender Pay Gap) verdeutlicht.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0