Ortsvorsteher über schnelles Internet informiert

Als Quantensprung für den Kreis Düren bei der IT-Versorgung bezeichnete Karl Schavier, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die sich abzeichnende Möglichkeit für eine flächendeckende und bis in den einzelnen Haushalt gehende Versorgung mit Glasfaserkabel.

"Bereits 2009 hatten wir uns in engem Schulterschluss mit Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Auflegung der Konjunkturpakete eine schelle Internetverbindung für alle Ortschaften im Kreis Düren auf die Fahne geschrieben. Dabei konnte vieles erreicht werden, vieles blieb aber aufgrund mangelnder Angebote und fehlender Wirtschaftlichkeit weiter im argen. Gerade im ländlichen Bereich sind daher fehlende Leitungsstrecken wie auch zu geringe Kapazitäten bei der Datenübertragung nach wie vor Alltag. Das liegt daran, dass die in der Regel vorhandenen Kupferkabel hochqualitative Bildtelefonate, exzellentes HD-Fernsehen und superschnelles Internet im Gegensatz zu modernen Glasfaserkabel nicht hergeben", führt Schavier aus.

 

Im Rahmen einer Infoveranstaltung der CDU-Kreistagsfraktion erhielten die CDU-Ortsvorsteher aus dem Kreis Düren jetzt detaillierte Informationen über das Angebot eines Niederländischen Inverstors, welcher nach entsprechenden Aktivitäten im Kreis Borken und Kreis Heinsberg auch für die hiesige Region den Eintritt in das digitale Zeitalter mit Lichtgeschwindigkeit offeriert.

 

Die zur holländischen Investmentgesellschaft Reggeborgh-Gruppe gehörende Deutsche Glasfaser bietet als passiver Netzbetreiber ein flächendenkendes Glasfasernetz mit einer Übertragungskapazität im Giga-Bereich an, wenn sich 40% der Haushalte einer Ortschaft für eine Nutzung aussprechen. Wer sich für eine Beteiligung an der Erstversorgung entscheidet, erhält die Installation kostenlos. Bei späterer Beteiligung wird eine Gebühr von 400 Euro fällig. Je nach Vertrag fallen nach einer 6-monatigen Gebührenfreistellung später für Internet, Telefon und Fernsehen etwas 50 Euro im Monat an. Eine Nutzungsbindung ist für nur zwei Jahre gegeben.

 

Landrat Wolfgang Spelthahn hob in der Veranstaltung die große Chance für den Kreis Düren mit Blick auf bisher ungeahnte Möglichkeiten im Bereich des Arbeitens, Lernens, der Medizin, des Kommunizierens und der Unterhaltung hervor. "Eine solche Chance zum Anschluss an die Zukunft, dazu noch ohne Einbindung von öffentlichen Mitteln, bekommt man in der Regel nur einmal und die darf man sich nicht entgehen lassen" war dann auch das Fazit von Landrat Spelthahn.

 

In einem ersten Schritt sollen die Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Ortschaften des Kreises Düren über die Glasfasernetzversorgung und die damit einhergehenden Möglichkeiten und Kosten informiert werden. In einem weiteren Schritt soll dann ortschaftsweise eine Befragungsaktion erfolgen, dem sich bei entsprechendem Interesse ein zeitnaher Ausbau anschließt.(rm)

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Fraktionslos (Donnerstag, 04 April 2013 15:14)

    Das einzige was hier im Kreis funktioniert ist der ewige Streit zwischen SPD & CDU. Ein gemeinsames Projekt für uns Bürger bekommen die sowieso nicht auf die Reihe, geschweige denn schnell umgesetzt. Das einzige was sehr gut funktioniert ist das ständige Wahlkampfgetöse im Wahljahr 2013! Nun soll es ohne Inanspruchnahme v. öfftl. Gelder verwirklicht werden, aber auch das ist für diese Parteien viel zu anspruchsvoll! Lasst Profis an dieses Projekt, keine Fraktionen die nur an Ihrem Vorteil interessiert sind! Nach 2 Monaten seit Ankündigung ist nichts passiert, selbst die Werbung der Deutsche Glasfaser für den Kreis ruht mittlerweile, warum wohl! Einige Ortschaften machen jetzt ihr eigenes Ding mit DN-Connect/SWD und DSL 16.000 (Merzenich), warum wohl? Glasfaser ist in weiter Ferne!!!