Jugendliche fit machen für Start ins Berufsleben

Der Bund unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen bei der Einführung des neuen Übergangssystems Schule-Beruf bis 2018 mit bis zu 60 Millionen Euro. Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesbildungsministerium (BMBF), und die Staatssekretäre Ludwig Hecke (NRW- Schulministerium) und Dr. Wilhelm Schäffer (NRW-Arbeitsministerium) haben heute in Düsseldorf eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Danach werden die Angebote zur Potenzialanalyse und zur Berufsfelderkundung der Schülerinnen und Schüler aus dem Berufsorientierungsprogramm des Bundes schrittweise ab dem Schuljahr 2014/15 in das neue Übergangssystem in NRW integriert. 
Bei der Vertragsunterzeichnung erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel MdB: „Potenzialanalyse und Praxistage des Berufsorientierungsprogramms des BMBF vermitteln den Schülerinnen und Schülern frühzeitig Perspektiven für ihre berufliche Zukunft und motivieren hierdurch auch ihr schulisches Engagement. Damit werden Schul- und Ausbildungsabbrüche vermieden.“
Seit 2008 investierte das BMBF rund 200 Mio. Euro in das Programm und konnte so Maßnahmen für über 450.000 Jugendliche bundesweit finanzieren. „Aber“, so Rachel, „es ist wichtig, jeden Schüler und jede Schülerin zu erreichen.“ Hierfür bietet das BMBF Sondervereinbarungen für solche Bundesländer an, die eine flächendeckende Einführung von Berufsorientierungsmaßnahmen durch ein Landeskonzept vorbereiten. 
 
Ludwig Hecke, Staatssekretär im NRW-Schulministerium betonte: „Wir wollen Jugendliche fit machen für Beruf und Studium. Wer seine Stärken und Interessen kennt, kann eine gut begründete Berufswahlentscheidung treffen. Das Programm des Bundes trägt dazu bei, dass alle Jugendlichen eine realistische Anschlussperspektive für die Zeit nach der Schule entwickeln können.“ 


Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär im NRW-Arbeitsministerium, erklärte: „Mit Unterstützung aus dem Berufsorientierungsprogramm des Bundesbildungs- ministeriums wird die Landesregierung den im Ausbildungskonsens beschlossenen Weg des Umbaus des Übergangssystems Schule-Beruf konsequent weitergehen. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass jede und jeder Jugendliche einen ‚Anschluss an den Abschluss‘ erhält und so eine Ausbildungsgarantie ermöglichen. Der Bildungsweg soll ohne Warteschleifen in eine Ausbildung münden können.“


Nordrhein-Westfalen hat in diesem Schuljahr damit begonnen, einen landesweiten und systematischen Übergang von der Schule in die Ausbildung einzuführen. Die praktische Umsetzung ist in sieben Referenzkommunen angelaufen. Ziel ist es, den Gesamtprozess des Übergangs effizienter zu gestalten und eine deutliche qualitative Verbesserung zu erreichen. Ausbildungsreifen Jugendlichen soll möglichst rasch nach der Schule der Einstieg in eine Berufsausbildung ermöglicht werden. 


Das neue Übergangssystem in NRW sieht u.a. vor, dass spätestens ab Klasse 8 alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische Berufs- und Studienorientierung erhalten. Neben der Ermittlung und Förderung von Potentialen und berufsrelevanten Kompetenzen gehören dazu vor allem gezielte Praktika in Betrieben, um verschiedene Berufsfelder zu erkunden und eine kompetente Berufswahl zu ermöglichen. 


Das Berufsorientierungsprogramm des Bundesbildungsministeriums ist Bestandteil der Initiative „Bildungsketten“. Sie verfolgt das Ziel, die verschiedenen Förderinstrumente der Berufsorientierung miteinander zu verzahnen und so präventiv und ganzheitlich den Bildungserfolg junger Menschen zu sichern. Weitere Informationen zum Berufsorientierungs-Programm erhalten Sie unter: www.Berufsorientierungsprogramm.de 
Informationen zum Ausbildungskonsens NRW und dem „Neuen Übergangssystem Schule-Beruf NRW“ erhalten Sie unter www.berufsorientierung.nrw.de und unter dem Stichwort „Ausbildung“ unter www.arbeit.nrw.de .

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