Trägervielfalt bei Kinderbetreuung ist positiv

U3-Plätze: Einhaltung des Rechtsanspruchs  

Ab dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ihre Kinder im Alter von unter drei Jahren. Diesen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege müssen die Kommunen erfüllen.

Grund für den CDU-Kreisvorsitzenden und Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel MdB, gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn und Kreistagsfraktionsvorsitzenden Karl Schavier sowie den Fachpolitikern der CDU aus den Stadt- und Gemeindeverbänden zu diesem Thema zu einer Arbeitssitzung zusammenzukommen. 

 

Der Kreis Düren hat bis heute Bewilligungsbescheide für 835 Plätze in Kindertageseinrichtungen für den U3-Ausbau erteilt. Die Summe der bislang bewilligten Zuschüsse beträgt über 12 Mio. Euro. Das erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen für die Kinderbetreuung im Kreis Düren und zum U3-Ausbau.

 

Der Kreis Düren hatte eine Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung erstellt. Heinz-Peter Braumüller, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses des Kreises: „Im Rahmen dieser Planung wurde ein Ausbauprogramm beschlossen, wonach im Kreis Düren bis zum 01.08.2013 insgesamt 1.486 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen sollen, davon 1.076 in Einrichtungen und 410 in Tagespflege“.

 

Landrat Wolfgang Spelthahn will es bei dieser Erfolgsmeldung jedoch nicht bewenden lassen. „ Der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige wird nach vorliegenden Berechnungen von 1.062 im Jahr 2011 auf bis zu 2.174 im Jahr 2031 ansteigen. Dies  beinhaltet einen Anstieg der Betreuungsquote auf bis zu 59 %“, sagte Spelthahn.

 

Karl Schavier, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, machte deutlich, dass die CDU bereits zu Beginn der Legislaturperiode das Thema Familie und Kinder eine besondere Bedeutung beigemessen habe. „Wir haben uns nicht nur auf die Fahnen geschrieben, alters- und entwicklungsgerechte Betreuungsplätze für unsere Kinder zu schaffen, sondern auch dafür gesorgt, dass in den letzten Jahren die Kindergartenplätze enorm ausgebaut werden konnten“. Diese Entwicklung wird die CDU in den nächsten Jahren fortsetzen. Voraussetzung ist, dass sich die nordrhein-westfälische Landesregierung an den Kosten beteiligt und den Kommunen die Mittel zur Verfügung stellt.

 

Landtagsabgeordneter Josef Wirtz kritisiert in diesem Zusammenhang die Landesregierung in Düsseldorf. „NRW liegt laut einer Studie zufolge im Ländervergleich auf dem letzten Platz. Wie die Landesregierung ab August 2013 den U3‑Rechtsanspruch erfüllen will, ist mir schleierhaft“.   „Ministerin Schäfer (SPD)“, so Josef Wirtz MdL, „läuft bei der Erfüllung des U3-Rechtsanspruchs die Zeit davon. Angesichts der immer noch rund 27.000 fehlenden Plätze in NRW plant Rot-Grün nun inzwischen Provisorien und Notlösungen, die zulasten der Betreuungsqualität gehen. Es gibt keinen Ausbauplan, keine Zielvereinbarungen und vor allem zu wenig Fachpersonal“. 

 

Thomas Rachel MdB bedauert, dass Rot-Grün in NRW den U3-Ausbau jahrzehntelang verschleppt hat. Im Kreis Düren gibt es eine Vielfalt von kommunalen, kirchlichen, frei-gemeinnützigen und privaten Trägern, „die wir erhalten und unterstützen werden“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Kinder besuchen diese Betreuungseinrichtungen oder werden von Tagesmüttern betreut. Thomas Rachel MdB lobte ausdrücklich die gute Arbeit in den Betreuungseinrichtungen.

 

 

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