CDU: Schulentwicklungsplan als Grundlage zukünftiger Entscheidungen

Klares Bekenntnis zur Trägervielfalt

Auf Initiative des CDU-Kreisvorsitzenden und Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Rachel MdB sowie des Landrats Wolfgang Spelthahn und des Kreistagsfraktionsvorsitzenden Karl Schavier haben sich die CDU Bildungsfachleute und Kommunalpolitiker der Stadt- und Gemeindeverbände mit der aktuellen Schulentwicklung befasst. Kreisvorsitzender Thomas Rachel MdB betonte, dass „die jetzt zu treffenden schulpolitischen Entscheidungen richtungsweisend für die nächsten Jahrzehnte sein werden“. Dabei ist die Position der Christdemokraten eindeutig: Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Schulwesens.

 

Landrat Wolfgang Spelthahn hatte im Konsens mit den Bürgermeistern den Schulentwicklungsplan (SEP) für den Kreis Düren aufgestellt. „Der SEP“, so Landrat Spelthahn, „zeigt, wie sich die Schulen in den kommenden Jahren im Kreisgebiet entfalten werden; er ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Weiterentwicklung der Schullandschaft im Kreis Düren“. Zugleich hob Landrat Wolfgang Spelthahn die derzeitige Schülerversorgung sowie das vielfältige Bildungsangebot im Kreis Düren hervor. Anhand von Zahlen machte er deutlich, dass die Entwicklungen im Schulbereich, allein schon durch den Rückgang beim  Schüleraufkommen, in Zukunft auch einige Änderungen mit sich bringen werden. Für den Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen ist der Schulentwicklungsplan des Kreises Düren eine außerordentlich gute Sache: Karl Schavier, Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion: „Der Kreis Düren bündelt mit dem Schulentwicklungsplan die Interessen der Kommunen und er soll ein gleichmäßiges und alle Schulformen und Schularten umfassendes Bildungs- und Abschlussangebot im Kreis Düren zukunftssicher machen.

 

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Thomas Floßdorf ging  auf die guten Schulstrukturen im Dürener Nordkreis ein. Mit Blick auf die zurzeit in Aldenhoven und Linnich geführte Diskussion sieht Thomas Floßdorf  „absolut keine Notwendigkeit zur Errichtung einer weiteren Gesamtschule, die vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung Schülerverluste an allen weiterführenden Schulen zur Folge hätte“. Selbst die Bezirksregierung bezweifelt eine Realisierbarkeit einer Gesamtschule in Aldenhoven/Linnich. Landtagsabgeordneter Josef Wirtz betonte, dass man auch „die Gesamtschule in ihrer Arbeit schätzt“. Mit der Ablehnung einer weiteren Gesamtschule wolle die CDU insbesondere die Qualität der bestehenden Oberstufen im Nordkreis sichern. Der CDU-Landtagsabgeordnete erinnerte in diesem Zusammenhang an den von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Juli 2011 beschlossenen schulpolitischen Konsens für NRW. „Die SPD macht im Kreis Düren jetzt die Ideologiefront auf“,  kritisierten Josef Wirtz MdL und der bildungspolitische Sprecher der Union, Thomas Floßdorf.  Sie halten eine ideologische Schuldebatte für fatal. „Der Versuch, das NRW-Schulgesetz zu ändern, zeige, dass sich die Genossen mit dem Schulentwicklungsplan nicht ausreichend auseinandergesetzt haben.  Das mache besonders die Einflussnahme des SPD-Vorsitzenden Nietan deutlich, der sich bislang auffallend wenig um schulpolitische Dinge gekümmert hat“. „Wer dauerhaft ein qualitativ hochwertiges Schulangebot gewährleisten will, wird sich für eine Sekundarschule entscheiden, wie es im Schulentwicklungsplan empfohlen wird“, fassten Karl Schavier und Thomas Rachel MdB zusammen.

 

Ein weiteres zentrales Handlungsfeld ist für Astrid Natus-Can, schulpolitische Sprecherin der CDU Kreistagsfraktion, das Thema Inklusion. „Die Teilhabe von Kindern mit Behinderungen an den Regelschulen  wird auch in der kreisweiten Schulentwicklung eine wichtige und unaufschiebbare Zukunftsaufgabe sein. Ebenso werden wir uns mit dem Fortbestand unserer gut ausgestatteten Förderschulen beschäftigen“, so Astrid Natus-Can.

 

Insgesamt sehr zufrieden zeigte sich Thomas Rachel MdB mit der Fachtagung. „Das vielfältige und differenzierte Bildungsangebot in unseren Kommunen gilt es nicht nur zu erhalten, sondern auch bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. „Wir bekennen uns zu einer Schulvielfalt, in der Eltern und Kinder wohnortnah die Schule wählen können, die dem Kind entspricht.“ Diese Vielfalt der Schulformen umfasst Grundschule, Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Sekundarschule, Gesamtschule, Berufskolleg mit allgemeinbildenden und berufsbildenden Bildungsgängen, Weiterbildungskollegs sowie Förderschulen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0