Gesamtschule Aldenhoven-Linnich: Prognostizierte Schülerzahlen werden nicht ausreichen

„Es kann nicht sein, dass wir im Jülicher Land einen Kampf um Schüler führen.“ Mit dieser Äußerung meldet sich der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz in der Diskussion um die Errichtung der geplanten Gesamtschule Aldenhoven-Linnich zu Wort. Nach seinen Informationen zeichnet sich ab, dass die notwendigen Schülerzahlen für eine sechszügige Gesamtschule an zwei Standorten nicht erreicht würden und somit die Grundlage für eine Genehmigung der neuen Schule nicht gegeben sei.

„Für eine Gesamtschule mit drei Zügen an jedem Standort reichen die prognostizierten Schülerzahlen einfach nicht aus“, so Wirtz. Daran würde sich auch nach Inkrafttreten der geplanten Schulrechtsänderung nichts ändern. Dieser Auffassung sei auch die zuständige Bezirksregierung Köln.

 

Dass bei der Information der Eltern stets die Hoffnung auf eine vertikal gegliederte Gesamtschule mit allen Jahrgangsstufen an beiden Standorten geweckt wurde, sei von Beginn an wenig realistisch gewesen. Daher sei es auch ein Fehler, dass in der Diskussion um die Gesamtschule nicht ebenfalls die Einführung einer Sekundarschule Aldenhoven-Linnich erwogen wurde. „Eine praxisorientierte Sekundarschule mit Durchlässigkeit in die bereits bestehenden Oberstufen in der Region wäre wesentlich einfacher zu genehmigen, als das bisher geplante Modell“, so Wirtz. In direkter Nachbarschaft zu Aldenhoven und Linnich gebe es zahlreiche Schulen, die eine Oberstufe anböten, „von den Gymnasien und den bestehenden Gesamtschulen bis hin zum Berufskolleg Jülich“. Auf diesem Weg könne der regionale Konsens wiederhergestellt werden, indem auch die Interessen von Titz, Jülich, Niederzier und anderen betroffenen Kommunen Berücksichtigung fänden. Somit würde sichergestellt, dass es sowohl in Aldenhoven wie auch in Linnich dauerhaft weiterführende Schulen geben wird.