Getrenntes geschlechterspezifischen Lernen

Bild: Dieter Schütz  / pixelio.de
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Nordrhein-Westfalens Schulministerin hat die Schulen ermuntert, Mädchen und Jungen auch getrennt zu unterrichten. Sinnvolles getrenntes Lernen erschöpft sich nicht im geschlechterspezifischen Lernen. Dazu Schulexperte Klaus Kaiser aus Düsseldorf.

Frau Löhrmann spricht davon, „dem unterschiedlichen Zugang von Jungen und Mädchen zum Lernen gerecht werden“ zu wollen. Es gibt allerdings nicht nur einen geschlechtsspezifischen unterschiedlichen Zugang zum Lernen. Unterschiedliche Zugänge gibt es auch bedingt durch unterschiedliche Interessen und Leistungen. „Warum sollte man diesen Unterschieden im Sinne der individuellen Förderung beispielsweise durch äußerlich differenzierte Bildungsgänge nicht gerecht werden?“, fragt Klaus Kaiser, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. „Ich hoffe, dass Frau Löhrmann ihre neue Einsicht in sinnvolles getrenntes Lernen nicht ideologisch auf die Geschlechterdifferenz beschränkt. Das wäre nämlich ungerecht“, so der CDU-Schulexperte weiter.