SPD und Grünen wollen Wahlalter herabzusetzen

Zu den Plänen von SPD und Grünen das Wahlalter für NRW-Landtagswahlen herabzusetzen erklärt der Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Düren, Marco Johnen:

 

Was auf den ersten Blick als großzügige Beteiligungsmöglichkeit für junge Menschen aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein rein taktisches Manöver von Rot-Grün. Es ist äußerst zweifelhaft, anzunehmen, dass eine Herabsetzung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre der Politikverdrossenheit entgegenwirken und bei Jugendlichen das Interesse an Politik steigern könnte.

 

Aus Sicht der Jungen Union im Kreis Düren hat sich die aktuelle Regelung bewährt, dass Jugendliche zunächst durch die Teilnahme an Kommunalwahlen mit 16 Jahren schrittweise an Verantwortung herangeführt werden. Sie entscheiden dabei über Dinge, die vor der eigenen Haustüre passieren und deren Tragweite man weitestgehend überblicken kann. Das ist bei Landtagswahlen anders.


Wir wissen, dass auch viele 16-Jährige schon großes Interesse für Politik aufbringen. Unsere aktive Schüler Union ist hierfür ein tolles Beispiel. Aus eigener Erfahrung können wir aber auch von einem Lernprozess berichten, der einer gut überlegten Wahlentscheidung vorausgehen sollte. Man braucht einige Zeit, um die komplexen landespolitischen Themen zu verstehen und die Zusammenhänge zu erkennen. Die Junge Union und andere politische Jugendorganisationen leisten in diesem Kontext ihren Beitrag, weil sie allen Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich einzubringen und sich politisch weiterzubilden. Wir möchten daran mitwirken, dass sich die Menschen vor einer Wahl mit den Inhalten ernsthaft auseinandersetzen können und sich die Wahlentscheidung letztlich mit Vernunft begründen lässt.


Um den Themen, die Jugendliche bewegen, stärkeres Gewicht in den Parteien einzuräumen, setzen wir auf eine konsequente Verjüngung der Gremien. Nur mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Jungen und Erfahrenen können gerechte Entscheidungen getroffen werden. Ein niedrigeres Wahlalter sehen wir überwiegend kritisch und lehnen es aus den bereits genannten Gründen ab.

 

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