Landwirtschaft und Politik

„Wir brauchen niemanden, der uns sagt, wie man einen Bauernhof bewirtschaftet!“, stellt sich der CSU-Europaabgeordnete Albert Deß bei seinem Besuch in der Landwirtschaftsschule in Düren vor seine Berufskollegen aus der Landwirtschaft. 

„Wir brauchen Landwirte mit praktischem Sachverstand in den Parlamenten“

Agrarpolitischer Sprecher Albert Deß MdEP unterstützt CDU-Kandidaten Josef Wirtz und Rolf Seel

 

„Wir brauchen niemanden, der uns sagt, wie man einen Bauernhof bewirtschaftet!“, stellt sich der CSU-Europaabgeordnete Albert Deß bei seinem Besuch in der Landwirtschaftsschule in Düren vor seine Berufskollegen aus der Landwirtschaft. Kreisvorsitzender Thomas Rachel MdB begrüßte den Agrarpolitischen Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, der der Einladung von Sabine Verheyen, Europaabgeordnete der CDU für den Bezirk Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen, nach Düren gefolgt war, um die CDU-Landtagskandidaten Josef Wirtz und Rolf Seel im Landtagswahlkampf zu unterstützen.

„Das Wort „Nachhaltigkeit“ kommt aus der Land- und Forstwirtschaft, wo seit Jahrhunderten schonend gewirtschaftet wird, um auch den Erwerb der nachfolgenden Generationen sicherzustellen.“, setzt Albert Deß in seiner Rede vor etwa 80 Interessierten auf freiwillige Verpflichtungen statt Vorschriften und Zwang. Mit einem 100-Punkte-Plan liegt der EU-Kommission ein Vorschlag für die Agrarreform in Europa vor, die deutlich die Handschrift der EVP-Fraktion als größter Fraktion trägt. Wesentlich sind der Erhalt der Produktionskapazität in Europa und ein sinnvoller Umgang mit den landwirtschaftlichen Flächen. „Angesichts der neuen agrarpolitischen Herausforderungen ist die ökologische Flächenstilllegung von 7 Prozent als eine der Umweltmaßnahmen unverantwortlich, die Grünen hätten gerne 15 Prozent“, so Deß, der zudem für die Berücksichtigung der regionalen Unterschiede zwischen den europäischen Staaten bei den Umweltmaßnahmen wirbt. „Guter Boden darf in Deutschland nicht aus der Produktion genommen werden, denn für den gleichen Ertrag müssen in anderen Ländern viel größere Flächen bewirtschaftet werden.“

Wie unterschiedlich die Bedingungen für einen landwirtschaftlichen Betrieb sein können, wird schon im Kreis Düren deutlich, wo im Nordkreis gute Böden für den Zuckerrübenanbau geeignet sind, in der Eifel aber unter schwersten Bedingungen Landwirtschaft betrieben wird. „Die Gebietskulisse darf nicht als Maßstab für die Abgrenzung benachteiligter Gebiete herangezogen werden, sondern die Bewertung der tatsächlichen Fläche“, spricht der Agrarexperte den örtlichen Landwirten aus der Seele.

„Wir brauchen Landwirte wie Josef Wirtz mit praktischem Sachverstand in unseren Parlamenten, damit Bürokratie abgebaut wird und die wirklichen Bedürfnisse der heutigen modernen Landwirtschaft berücksichtigt werden.“, setzt sich Deß für die Wiederwahl seines Berufskollegen bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag ein.

Josef Wirtz, der sich seit 7 Jahren im Landtag den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz engagiert widmet, stellt fest, dass NRW als drittgrößtes Agrarland von Rot-Grün in den letzten beiden Jahren links liegen gelassen wurde. „Das kommt dabei heraus, wenn ein Laie Landwirtschaftsminister ist!“, wettert Wirtz und stellt klar, dass die CDU eine staatlich geprüfte Landwirtschaftsmeisterin auf dieser Position sieht. „Die CDU steht für eine zukunftsorientierte Landwirtschaftspolitik und inhabergeführte Betriebe, aber eine einseitige Förderung bestimmter Betriebsformen wird es mit der CDU nicht geben“, so Wirtz. „Ziel ist für mich, einen größtmöglichen Verbraucherschutz durch einen ständigen Dialog zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft und Verbrauchern zu erreichen.“

Die Europaabgeordnete Sabine Verheyen wirbt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Land, Bund und EU, um der Landwirtschaft und den Verbrauchern die nötige Sicherheit geben zu können: „Die CDU steht für eine klare Politik in NRW: Wir setzten uns in Brüssel für eine sinnvolle Agrarpolitik ein, die in NRW umgesetzt wird. Aber wir legen nicht wie Rot-Grün noch weitere Anforderungen oben drauf!“  

 

Bild von links nach rechts: CDU-Landtagskandidaten Rolf Seel und Josef Wirtz, Sabine Verheyen MdEP, Agrarpolitischer Sprecher Albert Deß MdEP, Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel MdB und Kreisbauernvorsitzender Erich Gussen

 

 

 

 

 

 

 

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Jülicher Nachrichten
11.05.2012
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