CDU für Ausbau und Reaktivierung von Schienen-Infrastruktur

(06.10.2011) Die CDU spricht sich für den Wiederaufbau der Bahnstrecke Linnich - Baal/Lindern aus. Ebenso soll es zu einer Reaktivierung der Strecke Düren - Euskirchen kommen.

Wiederaufbau der Bahnstrecke Linnich -Baal (Lindern)


Vor dem Hintergrund umfangreicher Abstimmungen mit dem Aachener Verkehrsverbund (AVV), dem Nahverkehr Rheinland (NVR), der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren (BTG) und der Rurtalbahn (RTB) hat sich die CDU-Fraktion im Kreisentwicklungsausschuss dafür ausgesprochen, den gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg und dem NVR abgestimmten Wiederaufbau der Bahnstrecke Linnich - Baal/Lindern unabhängig von einer Durchbindung der Euregiobahn auf diesem Streckenast voranzutreiben. Der Kreis Düren soll sich dazu mit ca. 15.000 Euro an einer durch den NVR zu beauftragenden Machbarkeitsstudie (Gesamtkosten etwa 40.000€) beteiligen.
Die ÖPNV-Verbindung des Nordkreises Düren in den Kreis Heinsberg wird derzeit fast ausschließlich durch Buslinien abgewickelt. Das führt dazu, dass Pendler in den Raum Aachen bzw. Düsseldorf Rhein-Ruhr in den Bahnhöfen Lindern bzw. Baal in den SPNV in Richtung Düsseldorf bzw. Aachen umsteigen müssen. Die Kreise Heinsberg und Düren sind daher seit einiger Zeit intensiv damit beschäftigt, eine schienengebundene Verbin-dung zwischen der Hauptbahn Aachen - Mönchengladbach und dem heutigen Endpunkt der Rurtalbahn zu verwirklichen, wobei sich zwei Trassenalternativen herauskristallisieren.
Da ist zum einen die frühere Trasse Linnich-Baal, die in den 1970er Jahren stillgelegt wurde. Der Streckenverlauf ist größtenteils noch gut sichtbar, da zur Trassensicherung für eine eventuelle Wiederherstellung zwischen Rurich und Baal ein Radweg angelegt wurde. Diese Streckenvariante wäre insbesondere für Pendler in die Kommunen des Kreises Heinsberg und die Rhein-Ruhr-Region von Vorteil und würde eine direkte Anbindung des Kreises Düren an die Metropolregion Düsseldorf/Rhein-Ruhr bedeuten.
Alternativ stellt sich die Strecke Linnich - Lindern dar. In etwa auf der Höhe von Körren-zig würde die neu projektierte Trasse von der ehemaligen Streckenführung Linnich - Baal westwärts schwenken und dann mit einer großen Verbindungskurve auf die Hauptbahn-strecke Aachen - Mönchengladbach eingeführt werden. Hierzu wären allerdings zwei Bauwerke zur Querung der Bundestrasse 57 und der Rur von Nöten. Dieser Streckenverlauf wäre insbesondere für Pendler in Richtung Aachen interessant.


"Mit der Machbarkeitsstudie sollen neben der zweckmäßigsten Streckenvariante auch die Fahrgastpotentiale identifiziert werden, damit wir eine verlässliche Grundlage für weitere Entscheidungen haben", erläutert Karl Schavier, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.


Reaktivierung der Strecke Düren - Euskirchen
Die Kreise Düren und Euskirchen haben mehrfach darauf hingewiesen, dass auch die Re-aktivierung der Strecke DN - EU gute Potentiale bietet. Eine diesbezüglich bereits erstellte Machbarkeitsstudie schätzt die Fahrgastzahlen je nach Streckenabschnitt bei bis zu 2000 Nutzern täglich. Nun soll gemäß Beschluss im KEA auch die Reaktivierung dieser Strecke vorangetrieben werden. "Unser Ziel ist, die Maßnahme in einem ersten Schritt kurzfristig in den Nahverkehrsplan des NVR aufnehmen zu lassen. Der weitere Prozess soll dann durch einen Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung, begleitet werden", erläutert Karl Schavier. "Dabei muss schnellstens geklärt werden", so Schavier weiter", inwieweit sich der Kreis Euskirchen in das Projekt einbringt, ob ein Vor-läuferbetrieb mit Blick auf die Landesgartenschau in Zülpich zeitnah machbar ist und wie vor allen Dingen die Finanzierung durch Einbindung von Land und EU zu bewerkstelligen ist." (rm)