Staatssekretär übergibt Förderbescheid

(22.06.2011) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Biotechnologie des Forschungszentrum Jülich werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 708.000 Euro gefördert.

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Staatssekretär Thomas Rachel MdB freute sich über den Förderbescheid ebenso wie die Professoren Dr. Wolfgang Wiechert, Dr. Michael Bott sowie Dr. Sebastian Schmidt (v.l.)

Staatssekretär Thomas Rachel MdB übergibt Förderbescheid an Forschungszentrum Jülich

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Biotechnologie des Forschungszentrum Jülich werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 708.000 Euro gefördert. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) überreichte heute in Jülich den entsprechenden Bewilligungsbescheid. „Das Ziel der Bundesregierung ist es, mit Forschung einen Strukturwandel von einer Erdöl- zu einer biobasierten Industrie zu ermöglichen", sagte Thomas Rachel, der auch der direkt gewählte Bundestagsabgeordneter des Kreises Düren ist.


Das Projekt „Genomreduktion von Corynebakterium" wird von der Universität Bielefeld koordiniert und hat das Ziel, einen „Katalysator ohne Ballast" zu entwickeln und damit Produktionsprozesse in der industriellen Biotechnologie zu verbessern.
„Wir wollen bakterielle Produktionsstämme mit erhöhter genetischer Stabilität, gesteigerter Produktivität und verbesserten Eigenschaften entwickeln, die es der chemischen Industrie erlauben, nachwachsende Rohstoffe wie Zucker anstelle von Erdöl als Ausgangsbasis für ihre Produkte zu nutzen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Etablierung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, wie wir sie auch im Bioeconomy Science Center verfolgen", erläuterten Prof. Michael Bott und Prof. Wolfgang Wiechert vom Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften.


„Insgesamt stellt das BMBF für das Vorhaben 2,5 Millionen Euro bereit" erklärte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel. „Je mehr wir in der Lage sein werden, die Baupläne von biologischen Systemen in ihrer Komplexität zu verstehen, desto mehr werden wir sie auch zum Vorteil von Mensch und Umwelt technisch nutzen können", sagte Thomas Rachel.
Deutschland kann auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie auf große Expertise und eine lange Tradition verweisen. Neben Bielefeld und Jülich sind die Universität zu Köln, die Evonik Degussa GmbH und die Insilico biotechnology AG weitere Partner. „Das Forschungszentrum Jülich hat die Entwicklung der Biotechnologie in Deutschland über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt", sagte Vorstandsmitglied Prof. Sebastian M. Schmidt. „Die Vergabe des Exzellenzpreises an Dr. Julia Frunzke und an Dr. Dörte Gocke in den in 2009 und 2010 zeigt, dass junge Wissenschaftler in Jülich diese Tradition fortführen."