Zug der Erinnerung

(30.03.2011) Auf die gemeinsame Anregung von Landrat Wolfgang Spelthahn, Bürgermeister Paul Larue und Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz wird der „Zug der Erinnerung" am 1. und 2. April 2011 für zwei Tage in Düren Station machen.

Zug der Erinnerung

Der „Zug der Erinnerung" ist ein Projekt deutscher Bürgerinitiativen, das an die Deportation speziell von Kindern in Konzentrationslager während der NS-Zeit erinnert.

 

Am 5. Oktober 1943 verließ ein Bahntransport mit dem Kürzel "Dn" das Ghetto Theresienstadt. Die Waggons warteten auf den Gleisen des Bahnhofs Bohusovice. Aus einer Entfernung von etwa 500 Metern beobachtete ein Zeuge die Szene: 1.196 Kinder standen zum Abtransport bereit. "Ich sah, daß die Deutschen die Kinder in solchen Mengen in die einzelnen Waggons drängten, daß ich dachte, sie würden auf der anderen Seite wieder herausgedrückt." Um die Kinder auf ihrer Reise zu betreuen, hatten sich Gefangene aus dem Ghetto gemeldet, darunter ein Arzt und eine Krankenschwester. Wie die Kinder glaubten sie Gerüchten, der Transport ginge in die Schweiz oder werde im Austausch gegen deutsche Kriegsgefangene organisiert. Nach zweitägiger Fahrt erreichte "Dn" am 7. Oktober das Ziel: Auschwitz. "Kinder und Betreuer wurden von der Rampe direkt ins Gas geführt."

 

Auf die gemeinsame Anregung von Landrat Wolfgang Spelthahn, Bürgermeister Paul Larue und Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz wird der „Zug der Erinnerung" am 1. und 2. April 2011 für zwei Tage in Düren Station machen.