Region steht geschlossen hinter Bau des dritten Gleises

(23.02.2011) Der Raum Aachen/Düren wird immer mehr zu einem Nadelöhr für den europäischen Personen- und Güterverkehr. Durch die Region fließt auf der Straße, aber auch auf der Schiene ein hoher, teilweise an die Kapazitätsgrenzen stoßender, Verkehrsstrom. Dies hat auch die Europäische Kommission erkannt.

Region steht geschlossen hinter Bau des dritten Gleises

 

Der Raum Aachen/Düren wird immer mehr zu einem Nadelöhr für den europäischen Personen- und Güterverkehr. Durch die Region fließt auf der Straße, aber auch auf der Schiene ein hoher, teilweise an die Kapazitätsgrenzen stoßender, Verkehrsstrom. Dies hat auch die Europäische Kommission erkannt.


So sind die Bahnstrecken Aachen - Köln und Aachen - Mönchengladbach von europäischer Bedeutung für den Güterverkehr. Durch das hohe Aufkommen an Güterverkehr werden aber auch die Möglichkeiten des Personenverkehrs, insbesondere für den Öffentlichen Nahverkehr immer problematischer. Schon kleine Störungen im Betriebsablauf können zu erheblichen Folgen und Verspätungen führen. Bereits heute werden an einem Werktag insgesamt bis zu 260 Züge über die zweigleisige Strecke Aachen - Düren geleitet. Wie entsprechende Prognosen belegen, ist besonders beim Güterverkehr mit einer weiteren Steigerung zu rechnen. Neben dem Güterverkehr werden die weiteren geplanten ICE-Verbindungen, unter anderem nach London, die Kapazitätsengpässe verstärken.


Um dieser Situation Abhilfe zu schaffen haben die Landräte aus Düren, Heinsberg, Euskirchen, der StädteRegionsrat und die IHK Aachen eine Resolution verabschiedet, die fordert, dass sich der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen dieser Problematik annimmt. Im Beisein der direkt gewählten Bundestagsabgeordneten aus der Region Aachen-Düren, dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel (CDU), Helmut Brandt (CDU) und Rudolf Henke (CDU), sowie weiterer im Bundestag vertretener Abgeordneter aus Aachen und Düren haben der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und der Vertreter der IHK Aachen, Fritz Rötting, eine Resolution an den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Dr. Andreas Scheuer MdB, übergeben.


Rudolf Henke MdB unterstrich bei dieser Gelegenheit die Bedeutung des dritten Gleises: „Ein drittes Gleis zwischen Köln und Aachen hat für unsere Region und ihre Anbindung auf der Schiene ähnlich hohe Bedeutung wie die Neugestaltung des Aachener Kreuzes für den Straßenverkehr." Die StädteRegion Aachen und der Kreis Düren verfolgen mit der Resolution das Ziel, die Schieneninfrastruktur zu vernetzen und zu erweitern. Mit dem europäischen Ansatz eines Güterverkehrskorridors auf der Hauptstrecke zwischen Rotterdam - Köln - Genua erhält die Diskussion zur Realisierung eines dritten Gleises zwischen Düren und Aachen eine europäische Bedeutung. Wichtig wird das dritte Gleis für den Bau des Güterverkehrszentrums in Düren, für das auch schon private Investoren Interesse gezeigt haben, betonte Thomas Rachel MdB. Rachel warb außerdem im Gespräch mit Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Scheuer MdB für eine schnelle Realisierung der Ostortsumgehung B56n in Düren. Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt ist für die weitere Planung des Projektes der breite Konsens über die Parteigrenzen und in der Bevölkerung ein wichtiges Plus für einen schnelleren Bau des Gleises. „Ich bin froh, dass das Ministerium dem Projekt aufgeschlossen gegenüber steht", so Helmut Brandt MdB.