Weiterentwicklung des KiBiz

(27.09.2010) Die anstehende Überprüfung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nimmt auch der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) zum Anlass, in den Einrichtungen mit den Verantwortlichen vor Ort zu sprechen. Dabei können die Betroffenen von ihren Erfahrungen mit dem neuen Gesetz berichten und dem Abgeordneten Anregungen mit auf den Weg geben, an welchen Stellen Nachbesserungen nötig sind.

Weiterentwicklung des KiBiz gemeinsam mit den Experten vor Ort

Die anstehende Überprüfung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nimmt auch der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) zum Anlass, in den Einrichtungen mit den Verantwortlichen vor Ort zu sprechen. Dabei können die Betroffenen von ihren Erfahrungen mit dem neuen Gesetz berichten und dem Abgeordneten Anregungen mit auf den Weg geben, an welchen Stellen Nachbesserungen nötig sind. Über das entgegengebrachte Interesse an der Praxis sei man sehr erfreut, weil „einige Themen den Verantwortlichen buchstäblich unter den Nägeln brennen", erklärte die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Sozialplanung Katarina Esser.
Deutlich wurde, dass weiterhin erheblicher Ausbaubedarf bei der Betreuung von unter 3-jährigen besteht, obwohl die Anzahl der Plätze innerhalb der letzten 5 Jahre schon mehr als verachtfacht wurde. Mit der hohen Anzahl von Anfragen hätte man damals nicht gerechnet. Zielvorgabe ist es dennoch, bis 2013 für 35 Prozent der Kinder eine U3-Betreuung anbieten zu können.
Ebenso wünscht man sich eine Weiterentwicklung der Personalstruktur. Wegen der Anforderungen in einer U-3 Gruppe und der zusätzlich anfallenden hauswirtschaftlichen Aufgaben aufgrund der Übermittagsbetreuung in allen Gruppen, wäre hier eine spürbare Entlastung der Erzieherinnen sinnvoll.
Positiv aufgenommen wurde die Anhebung der Standards, welche durch die Einführung der Sprachförderung erreicht werden konnte. Die materielle Ausstattung, das Fortbildungsangebot und die Zusammenarbeit mit Grundschulen wurden in diesem Zusammenhang verbessert.
Außerdem hat sich die Einrichtung von Familienzentren auch in der Region als Erfolgsmodell herausgestellt. Das Jülicher Familienzentrum „Hand in Hand" ist ein Verbund der beiden Kindertageseinrichtungen „Sonnenschein" im Buchenweg und „Rappelkiste" in Lich/Steinstraß. Der Schwerpunkt liegt hier nicht mehr nur alleine auf der Kinderbetreuung, sondern ebenfalls auf der Beratung und Unterstützung von Familien. „Dieses Konzept trägt erheblich dazu bei, Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können", stellte Wirtz erfreut fest.