Arbeitskreis Bildung der CDU gegründet

(09.07.2010) Eine Verlängerung der Grundschulzeit ist falsch. Unsere Gymnasien brauchen Zukunft. Die CDU des Kreises Düren hat einen Arbeitskreis Bildung gegründet. Schülerinnen und Schüler sollten nicht für einen Schulversuch benutzen werden. Wichtiger ist eine gute Ausstattung an Lehrern und Investitionen in das bestehende System zum Wohle der Kinder zu tätigen.

Dem Arbeitskreis gehören Landrat Wolfgang Spelthahn, Josef Wirtz, MdL, Thomas Floßdorf, Marco Johnen, Astrid Natus-Can, Gaby Schmitz-Esser und Jens Hoevelmann an.


Der Arbeitskreis wird von dem Dürener Stadtrat und Jugendhilfeausschussvorsitzendem Thomas Floßdorf geleitet. In ihrer Sitzung war der Bezirksvorsitzende des Philologenverbands Peter Lochner zu Gast. In der Diskussion um das gegliederte Schulsystem betonte Lochner, dass es nun an der Zeit wäre, die getroffenen Reformen weiter wirken zu lassen und es keinen Sinn mache, das Schulsystem nun erneut zu reformieren.


Einig war sich die Bildungskommission darin, dass eine Verlängerung der Grundschulzeit wie sie die rot-grüne Minderheitsregierung plane, unsinnig sei. „Das kostet mehrere hundert Millionen an Umbaukosten, da es für diese Pläne vor Ort keine Infrastruktur gibt", betonte der CDU Landtagsabgeordnete Josef Wirtz. „Zudem gibt es keine Studie, die belegt, dass eine Verlängerung der Grundschulzeit zu besseren Ergebnissen führt", ergänzte Floßdorf.
Das Gegenteil sei der Fall, gerade diejenigen Bundesländer, die eine sechsjährigen Grundschulzeit eingeführt haben - wie zum Beispiel Bremen- schneiden bei allen Bildungsvergleichen am schwächsten ab. Klar positioniert haben sich die CDU Schulexperten für den Erhalt des Gymnasiums. Der Zulauf an Schülerinnen und Schülern an die Gymnasien ist konstant hoch. „Eine Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jähre hätte auch erheblich Konsequenzen für das Gymnasium. Denn dann müsste dieses in nur noch sechs statt bisher acht Jahren die Kinder auf das Abitur vorbereiten", erläutern Floßdorf und Wirtz. Damit einher gingen unter anderem eine Verdichtung der Lehrpläne sowie eine Veränderung der Fremdsprachenfolge.
Deswegen fordert der Arbeitskreis Bildung, die Schülerinnen und Schüler nicht für einen derartigen Schulversuch zu benutzen. Es sei wichtiger, eine gute Ausstattung an Lehrern und Investitionen in das bestehende System zum Wohle der Kinder zu tätigen.


Floßdorf kündigte an, dass weitere Gespräche mit Schulexperten folgen werden. Als Themen stünden unter anderem Inklusion sowie Schulverbünde auf der Tagesordnung. Der Arbeitskreis Bildung hat den Auftrag, ein Positionspapier für den CDU Kreisverband zu erarbeiten, dass dann zur Diskussion gestellt wird.