Hartz IV-Neuregelung: Thomas Rachel MdB informiert sich bei der job-com

(19.03.2010) Was unterscheidet die Hartz IV-Optionskommunen von den Arbeitsgemeinschaften mit Beteiligung der Arbeitsagenturen?  Was das in der Praxis bedeutet, erfuhr Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium, bei seinem Besuch der job-com des Kreises Düren.

Hartz IV-Neuregelung: Thomas Rachel MdB informiert sich bei der job-com über die Anliegen der Optionskommunen

 

Kreis Düren. Was unterscheidet die Hartz IV-Optionskommunen von den Arbeitsgemein-schaften mit Beteiligung der Arbeitsagenturen? Erstere sind mit ihrer eigenverantwortlich organisierten Arbeitsvermittlung näher bei den Menschen, denn sie können mit ihren Partnern aus der Region ebenso zeitnah wie flexibel auf die besonderen Anforderungen des Arbeitsmarktes vor Ort reagieren. Was das in der Praxis bedeutet, erfuhr Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium, bei seinem Besuch der job-com des Kreises Düren. Landrat Wolfgang Spelthahn, Kreisdirektor Georg Beyß sowie die job-com-Amtsleiter Martina Forkel und Karl-Josef Cranen gaben ihm einen Einblick in die alltägliche Arbeit. Dabei stellten sie die Vorteile der Optionskommunen mit ihren bürgerfreundlichen dezentralen Strukturen und passgenauen Integrationsmaßnahmen heraus.


Hintergrund des Gesprächs war die vom Bundesverfassungsgericht bis zum

Jahresende 2010 geforderte Neuorganisation der Betreuung der Langzeitarbeitslosen. „Das Options-modell muss nicht nur entfristet, sondern für weitere Kommunen geöffnet werden", forderte Landrat Wolfgang Spelthahn. Zudem machten sich die vier Verantwortlichen des Kreises Düren dafür stark, die Optionskommunen nicht unter Bundesaufsicht zu stellen. Der Bund habe schon heute über das Prüfrecht des Bundesrechnungshofs und mittelbar über die Länder ausreichende Möglichkeiten, auf die Optionskommunen Einfluss zu nehmen.


Ein Aspekt, der allen Optionskommunen schwer im Magen liegt, ist der nach dem Willen des zuständigen Bundesministeriums drohende Haftungsdurchgriff. Anders als die Arbeitsgemeinschaften und die Bundesagentur für Arbeit sollen die Optionskommunen eine verschuldensunabhängige Haftung übernehmen. Kreisdirektor Georg Beyß: „Das ist eine eklatante Benachteiligung. Wir fordern hier die Gleichbehandlung von Optionskommunen und Argen ein."


Thomas Rachel versprach, die Wünsche und Forderungen aus dem Kreis Düren in Berlin zur Sprache zu bringen, damit die Neuregelung des Hartz IV-Bereichs auch im Sinne der Optionskommunen gestaltet wird.

 

 

 


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Thomas Rachel MdB (r.) informierte sich bei einem Besuch im Kreishaus Düren bei (v.r.) Landrat Wolfgang Spelthahn, Kreisdirektor Georg Beyß sowie den Amtsleitern Martina Forkel und Karl-Josef Cranen über die Vorteile der Hartz IV-Optionskommunen bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen.